Auswahl der Interessenten

Genauso wie der Interessent die Möglichkeit hat, seinen Züchter auszuwählen, ja, genauso haben wir Züchter die Möglichkeit, für unsere Welpen den möglichst perfekten neuen Platz zu finden.

Durch meine nun 10 Jahre Erfahrung in der Zucht und mit den Menschen, die einen Welpen von mir erhalten haben, habe ich mir auch ein paar Aussuchkriterien zurecht gelegt. Dies ist unabhängig von Sympathie, wertefrei gegenüber dem Menschen an sich, jedoch mit Erfahrungen, die mir Grenzen aufgezeigt haben. Ich möchte ihnen hier meine obersten Grenzen mitteilen:

Alter
Das Alter ist mir grundsätzlich egal, jedoch sind trotzdem vom Alter her gewisse Grenzen gesetzt, die den Umgang mit einem Welpen noch möglich machen. Vor allem ist es notwendig, dass man geistig, wie aber auch körperlich fit ist.

Meine Erfahrung lässt mich mittlerweile entscheiden, dass ich keine Ersthundehalter mehr zulasse ab einem gewissen Alter. Ab 70 bekommen sie von mir keinen Welpen mehr, wenn sie vorher nicht schon einen Hund hatten, aber auch da gibt es noch ein paar Kriterien, die man aber nicht per Se dem Alter zusprechen kann.

Arbeit

Ich gebe keine Welpen ab an arbeitstätige Menschen, denn ein Welpe darf im ersten Jahr nicht alleine gelassen werden müssen, was nicht heisst, dass man es nicht üben soll! Auch die ganzen Lehrer, die genau just zur Sommerpause einen Welpen möchten, damit sie 5 oder 6 Wochen Zeit haben ihn ans neue Zuhause zu gewöhnen, nein, bitte, sie bekommen keinen Welpen von mir. Ich habe aber aus meiner Zucht Hunde in arbeitender Funktion als Schulhund oder Schulsozialhund, was wiederum sehr gut funktioniert.

Ein Hund kann, wenn er älter ist, sehr gerne auch mal stundenweise alleine bleiben, es soll aber nicht der normale Zustand sein. Ein Hund braucht seine Gruppe und kann nicht einfach, bei Nichtbedarf, zur Seite gelegt werden. Er soll und muss ein Bestandteil ihres Lebens sein.

Den Hund zur Arbeit mitzunehmen bedarf der Genehmigung der Geschäftsleitung. Es ist aber für den Hund überhaupt kein Problem auch mal einige Zeit ruhig zu bleiben, wenn er nur einfach bei seinem Herrchen sein darf.

Kinder

Sie haben sich entschieden eine Familie mit Kindern zu gründen, dafür gratuliere ich ihnen. Für Kinder ist natürlich ein Hund ein toller Kumpel, ein Brüderchen oder Schwesterchen. Aber wenn sie nicht vor den Kindern schon einen Hund hatten, dann müssen wir uns vorab kennenlernen, denn Kinder können für Welpen wirklich stressig sein und der kleine Welpe kommt nicht zur Ruhe. Kinder verstehen dann nicht, dass der Erziehungsauftrag bei den Eltern liegt und machen manchmal Kämpfe über die Hunde aus. Kinder können ab dem Alter von 4 Jahren Empathie empfinden, jedoch heisst das nicht, dass jedes Kind versteht, was man von ihm möchte. Es ist da eine persönliche Entscheidung von mir, wenn ich ihnen halt sage, dass für mich oder meine Welpen die Kinder einfach noch zu klein sind. Auch dies soll keine Wertung über sie als Person sein. Wenn sie jedoch FÜR ihr Kind einen Hund suchen, dann rufen sie mich bitte gar nicht an.

Umgang

Sollten sie noch immer der Ansicht sein, dass Erziehung nur über Strafen gehen, dann rufen sie mich bitte nicht an. Ein Welpe macht NICHTS falsch, denn er hat noch gar nicht gelernt, wie es richtig wäre. Dies lernt er mittels der positiven Verstärkung von uns.. ruhige Geduld, Zuwendung, Beziehung, Berechenbarkeit, Wiederholungen, das sind die Devise einer guten Hundeerziehung. Die Erwartungen an einen Hund sollten immer darauf abgestimmt sein, ob er überhaupt fähig ist, diese Erwartungen zu erfüllen.

Jeder ist ein Genie! Aber wenn Du einen Fisch danach beurteilst, ob er auf einen Baum klettern kann, wird er sein ganzes Leben glauben, dass er dumm ist.“ (ev. Albert Einstein)

diese Liste wird ev. noch weiter geführt…